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Warum multimediales Lernen besser ist

Der Begriff Multimedia ist heute fest in unserem Wortschatz verankert und auch im Alltag stolpern wir immer wieder über allerhand "Multimediales". Doch warum eigentlich? Warum steht Multimedia so hoch im Kurs und was hat das Ganze mit E-Learning zu tun?

Auf den Punkt gebracht bedeutet Multimedia einfach, dass ein Inhalt oder Werk aus mehreren, meist digitalen Medien besteht. Dazu zählen beispielsweise Texte und Fotos, Grafiken und Animationen sowie Audios und Videos.

Wenn Lernmaterialien also mehrere mediale Formate beinhalten, spricht man von Multimedia-Lernen. Die Grundannahme bei dieser Lernmethode ist, dass Menschen von Bildern und Wörtern (als kleinste mögliche Kombination von Mediaformaten) nachhaltiger und besser lernen als nur von Wörtern allein.

Damit das auch funktioniert, müssen die multimedialen Informationen allerdings so aufbereitet werden, dass sie der Funktionsweise des menschlichen Gehirns entsprechen.

Drei Lernprozesse des menschlichen Gehirns

Als wirklich gelernt gilt neues Wissen nur, wenn es als Schema im Langzeitgedächtnis gespeichert ist. Der Weg ins Langzeitgedächtnis führt allerdings immer über das sensorische Gedächtnis und das sogenannte Arbeitsgedächtnis.

Über die Sinne werden zahlreiche Informationen aufgenommen und ungefiltert an das sensorische Gedächtnis übertragen. Die Menge der Daten, die in diesem Gedächtnis ankommt, ist dementsprechend riesig – die Speicherzeit dagegen extrem kurz. Daher muss der Lernende die aufgenommenen Informationen filtern.

Das Arbeitsgedächtnis verfügt über zwei Kanäle, über die es die gefilterten Informationen aus dem sensorischen Gedächtnis erhält - einen visuellen und einen auditiven. Allerdings ist die Speicherkapazität dieses Gedächtnisses ebenfalls begrenzt und so können dort nur etwa sieben Elemente gleichzeitig verarbeitet und diese nicht länger als 20 Sekunden gespeichert werden.

Um zu lernen, ist nun noch die Organisation der neuen Informationen nötig. Im auditiven oder visuellen Kanal des Arbeitsgedächtnisses werden die Informationen so verarbeitet, dass sie im Anschluss mit bereits gelerntem Wissen verknüpft und dann als Schema ins Langzeitgedächtnis übertragen werden können.

Werden Informationen oder Lerninhalte also entsprechend der Kanäle des Arbeitsgedächtnisses aufbereitet, können Lernende diese leichter aufnehmen und weiterverarbeiten. Unterschiedliche Mediaformate unterstützen somit den aktiven Lernprozess.

Drei Bausteine für multimediale Präsentationen im E-Learning

Ausgehend von den Lernprozessen des Gehirns sollte multimediales Lernmaterial also den Kanälen im Arbeitsgedächtnis entsprechen. Da im E-Learning weder Lehrer noch Schüler an ein einzelnes Medium gebunden ist, sind die Möglichkeiten fast grenzenlos. Zur Vermittlung von Wissen kann sich in der Regel aus dem Fundus folgender drei "Bausteine" bedient werden:

  • Bilder (Fotos, Illustrationen, Videos, Animationen etc.)
  • geschriebene Worte
  • gesprochene Worte (+ Audio-Inhalte)

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